Handy Vertrag trotz Schufa-Eintrag abschließen?

Kann ich einen Handy Vertrag trotz Schufa-Eintrag abschließen? Eine Prüfung erfolgt direkt durch den Provider. Dabei wird auch die Schufa abgefragt. Hier ist es aber nicht ausschlaggebend, ob Sie einen Eintrag haben, sondern wie der Provider diesen bewertet.

Handyvertrag trotz negativer SCHUFA

Für einen Handyvertrag ist eine saubere SCHUFA eine Grundvoraussetzung, denn sonst wird der Vertrag abgelehnt. Da aber ein negativer SCHUFA Eintrag jeden schnell erwischen kann und die Löschungsfristen solcher Einträge bei drei Jahren liegen, sehen sich Handynutzer nach anderen Möglichkeiten um.

Eine Alternative könnte ein Prepaid Handyvertrag sein. Doch hier sind meistens die Gebühren für die Verbindungen teuer und ist das Guthaben aufgebraucht, werden Gespräche einfach abgebrochen. Viele vorteilhafte Paketleistungen aus normalen Handyverträgen wie Flatrates für Festnetz, SMS oder mobiles Internet erhalten die Kunden bei Prepaid Verträgen nicht bzw. nur selten. Ein Prepaid Vertrag eignet sich in erster Linie für Personen, die wenig telefonieren bzw. das Handy nutzen. Außerdem ist es ideal, wenn ein SIM freies Handy vorhanden ist.

Zunehmend stellen sich aber Internetshops auf Kunden mit negativer SCHUFA ein und bieten den Handyvertrag trotz SCHUFA Eintrag an. Das klingt interessant, aber jemand, der bereits Schulden bei einem Mobilfunknetzbetreiber oder die eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, sollte diese Angebote nicht in Erwägung ziehen. Unberücksichtig bleiben bei dieser Art von Handyverträgen ebenfalls SCHUFA Einträge und somit Schulden bis zu 1.500 EUR. Das ist keine Schikane von potentiellen Kunden, sondern dient dem Schutz vor Überschuldung der jeweiligen Personen. Gleichzeitig muss sich ein verantwortungsbewusstes Unternehmen sich absichern, dass der zukünftige Kunde auch seine Rechnung bezahlen kann.


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Ein Vergleich der einzelnen Konditionen vor dem Vertragsabschluss wird dringend von Experten angeraten. Leider gibt es unseriöse Anbieter, die den Kunden überteuerte und nicht mehr aktuelle Verträge den Kunden anbieten. Häufig geschieht das in Verbindung mit einem modernen Handy oder so genannten Bundles. Es ist empfehlenswert, erst einmal einen privaten Check der Finanzen durchzuführen und so festzustellen, bis zu welcher Höhe der Handyvertrag überhaupt im Bereich der persönlichen Möglichkeiten liegt.

Sobald ein passender Vertrag gefunden und beantragt wurde, wird die Anfrage überprüft, was durchschnittlich 4 bis 10 Tage dauern kann. Einige Handynetzbetreiber fordern mitunter eine Kaution, die vorab hinterlegt werden muss. T-mobile gehört zu den Betreibern, die gegenüber Schuldnern wesentlich offener und vor allem kulanter sind. Rund 85 Prozent der Anträge auf einen Handyvertrag trotz negativer SCHUFA wird von T-Mobile bewilligt. Erhält aber der Kunde von T-Mobile eine Ablehnung, dann lohnt sich eine weitere Anfrage bei anderen Providern nicht. Die Absage ist vorprogrammiert. In diesem Fall sollte der Nutzer dann auf einen Prepaid Vertrag ausweichen.

Ist eine Schufa Abfrage nötig?

Was haben der neue Ebay-Account, der Handyvertrag, der Sofortkredit, das Leasing- oder Mietfahrzeug, die neue Wohnung und der Ratenkauf gemeinsam? Die Schufa-Abfrage. Im Kleingedruckten steht nahezu immer drin, dass man sich bereitwillig entsprechend auf Zahlungsfähigkeit überprüfen lässt und der Vertrag hinfällig wird, sofern diese Prüfung ein negatives Ergebnis erbringen sollte. Die Schufa wirbt auf der eigenen Webseite schufa.de zwar zu Recht damit, dass viele jener Anbieter, die ohne Schufa arbeiten, unseriös und teilweise sogar betrügerisch vorgehen. Hier gilt es, die Spreu sorgfältig vom Weizen zu trennen. Die gebräuchlichste Masche besteht darin, dem Kunden Abonnements für Zeitschriften oder ähnlich billige Produkte zu überteuerten Preisen anzudrehen, als Voraussetzung eines Auftrags. Zusammengerechnet kommen derlei Angebote dann leicht auf den doppelten oder dreifachen Preis, verglichen mit einem regulären, aber von einer Schufa-Prüfung abhängigen Angebots.

Wie kann man sich vor Betrügern schützen?

Die einfachste Möglichkeit, solchen Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, besteht darin, nichts zu unterschreiben oder zu bezahlen, was erstens nicht der eigentliche Vertrag ist und zweitens man vollständig durchgelesen und verstanden hat. Nebenklauseln, die zu Abonnements oder dem Kauf von Gegenständen verpflichten, die nicht direkt mit dem Vertrag zu tun haben, kann man kurzerhand streichen. Außerdem sollte man mindestens einen Zeugen bei Vertragsschließung bei sich haben, der dies bestätigen kann – ansonsten sind Seiten mit Streichungen schnell ausgetauscht. Wer sich trotzdem nicht ganz sicher ist, kann auch die örtliche Verbraucherzentrale um Hilfe bitten. Wer nicht genau weiß, ob ihm ein (un)rechtmäßiger Gläubiger einen Schufa-Eintrag verpasst hat, kann sich bei der Schufa-Hotline 01805 – 724832 für 4ct pro Minute aus dem Festnetz eine ansonsten kostenlose Selbstauskunft holen. Es ist übrigens nicht unmöglich, einen unbegründeten Schufa-Eintrag auch ohne Beteiligung des Gläubigers, der den Eintrag gemacht hat, wieder löschen zu lassen – allerdings bedarf es dazu des Nachweis eines Forderungswiderspruchs, den vorzugsweise ein Anwalt formuliert.

Quelle / Autor: contentworld 3215, 1280

 
 

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